Montag, 2. november 2009
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Die Ebenheit seiner Hand wäre seine Macht mich zum Höhepunkt zu bringen. Die
abgerundete Weichheit seiner Haut wäre die Essenz für seine Biegsamkeit in der Berührung, für die wachsartige Beschaffenheit seiner Finger, die sich um mein weibliches Geheimnis modellieren
würde. Nachgiebig wäre ich der Huldigung seiner Zärtlichkeiten preisgegeben, der nur er mächtig und bestimmend wäre. Keine zusätzliche Stimulierung durch dominante Schwielen oder raue, unebene
Haut, die mich und ihn des Willens berauben würden.
Die erotischen Phantasien mit diesem Mann, die mir, von der ersten Stunde an, heiss durch meinen Geist schwebten, meine Sinne entzündeten, meinen Körper prickeln
liessen und mich umschlangen, steigerten sich ins Unermessliche hoch. Sie weiteten sich unaufhaltsam aus, bemächtigten, übermannten und überfielen mich in einer gewaltigen Welle sexueller
Stimulationen, Sehnsüchte, Begierden. Nichts schien mir mehr wichtig; meine Kontrolle und Selbstbeherrschung lösten sich zusammen mit meinem bisherigen Sein auf. Ich lechzte nur noch nach
Erfüllung, mein ganzes Streben galt dieser Erotik.
Ich war gewiss keine Jungfrau mehr – und doch war für mich alles neu, unbekannt und unermesslich überraschend. Es schien mir, als ob es die Renée, die ich vorher
gewesen war, nie gegeben hätte und ich sie jetzt erst kennen lernen würde.
Ich wurde unerfahren doch vertraut von Lucca an mich selbst herangeführt. Seine begehrlichen und staunenden Blicke, die ausschliesslich mir galten, waren der
Spiegel meines eigenen, innerlichen Aufruhrs. Sein ausschweifender Erkundungsgang über meinen Körper war auch für mich eine Neuentdeckung meines Selbst.
Wenn er mein Schlüsselbein küsste, mit seiner wendigen Zunge, die selbst rau in ihrer Beschaffenheit war, nass und glitschig darüber strich, pochte mein Herzschlag
seinen Rhythmus nur noch in mein Schlüsselbein hinein, dorthin, wo Lucca seine gesamte Aufmerksamkeit hinein pflanzte. Wenn sich seine Lippen zärtlich in meine Halsbeuge drückten, hätte ich das
Gefühl, er sei bereits ein Teil meines Körpers. Und wenn er dann genüsslich und mit breiter, feuchter Zunge meinen Hals leckte, sanft zubiss, rauschte das Blut in meinen Ohren so laut, dass ich
mich auf hoher See befand.
Augenblicklich spürte ich dann seinen glühenden Atem in meiner Ohrmuschel. Ich vernahm seine geflüsterten Worte ohne deren Bedeutung gewahr nehmen zu können. Doch
Lucca’s heiseres und keuchendes Gemurmel riss mich endgültig in den tobenden Sturm hinein. Als sich einer seiner Finger liebkosend hinter mein Ohr legte und die sensible Haut streichelte, stöhnte
ich verhalten auf. - Und sofort galt Lucca’s beharrliches Streben wieder meinem Dekolleté. Er schleckte die kleinen gebildeten Schweissperlen zwischen meinen Brüsten naschend und verführerisch
ab, dabei war seine Lippenberührung mit meiner Haut nur weich, drucklos und knapp. Kaum hatte er alles aufgesogen, kreiste seine Zungenspitze unaufhörlich in meinem Busen. Er beschränkte sich nur
darauf mein Brustbein mit sanften Umrundungen entlang zu gleiten, schenkte den beiden Hügeln mit den stark aufgerichteten Nippeln keine Beachtung, sondern widmete sich nur der Mitte meiner Brust.
Als ich nicht mehr stillhalten konnte, meine Selbstbeherrschung brach und ich mich mit meinen Schultern zu winden begann, packte er mich kräftig an den Schultern und zwang mich so, seine
Liebkosungen still hinzunehmen. Dies liess alles gleichzeitig in mir auflodern; Feuer und Flammen, Frösteln und Zittern, Wolllust, die sich in eine Dimension steigerte, die fast schmerzvoll zu
werden begann.
Genau bei diesem Zeitpunkt hob er seinen Kopf, sah mich mit brennendem Blick reglos an. Dann verzogen sich seine Lippen zu einem gepressten Lächeln und trocken
äusserte er: „Es freut mich zu sehen, dass es Dir nicht anders geht als mir. Die sanfte Röte in Deinem Gesicht steht Dir wirklich gut, Renée!“
Fortsetzung folgt am 5.Oktober 2009 um 22.49 Uhr.
Versprochen.
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