Mittwoch, 11. november 2009 3 11 /11 /2009 23:23
Aber Renée, nur das wird mir nicht ausreichen. Ich möchte unser Liebesspiel wiederholen und wiederholen und nochmals wiederholen, bis wir engumschlungen und nass von unsrem wilden Liebesspiel einschlafen. Nur um dann wieder zu erwachen und zu wiederholen.“
‚Nein Renée, du kannst jetzt nicht aufstehen und dich auf seinen Schoss setzen', sagte ich beschwörend zu mir selbst. Lucca hörte und verstand mein Gemurmel. Er lachte laut los, nahm meine Hand in die Seine und sprach: „Lady Blackwell, gewähren Sie mir das Vergnügen, diesen Walzer, den das Orchester zu spielen begonnen hat, mit mir zu tanzen?“ Lucca war ein hervorragender Tänzer. Zusammen wirbelten wir mit Kraft und Eleganz über die Tanzfläche. Seine Hand lag besitzergreifend genau in der Beuge meines Kreuzes und er drückte mich näher an sich, als die Konventionen erlaubt hätten. Dadurch spürte ich umso mehr seine starke Erregung, sogar durch meine Röcke. Mit diesem Tanz, in den Armen meines geliebten und begehrten Mannes, war ich in einen Kosmos getreten, der die ganze Welt bis auf uns beide ausschloss. Als sich das Orchester dem Spielende näherte, beugte Lucca seinen Kopf zu mir und sprach: „Komm mit, ich habe eine Überraschung für Dich!“ Langsam trat die Wirklichkeit wieder in mein Bewusstsein. Ich registrierte, dass er uns geschickt an den Rand der Tanzfläche manövriert hatte, genau dort, wo sich der Ausgang befand. Allein mit ihm, in der Abgeschiedenheit der Festlichkeit, zog er eine schwarze Samtbinde aus seiner Jacketttasche. Ich sah nur noch kurz ein teuflisch-vergnügtes Aufblitzen in seinen Augen und dann hatte er mir bereits schon die meinen verbunden. Lucca führte mich sicher eine Treppe hoch. Ich hörte ein kurzes Rascheln, dann wurde ein Schlüssel gedreht, eine Türe geöffnet und Lucca schob mich sanft in ein Zimmer, bevor die Türe wieder geschlossen und verriegelt wurde. Das Zimmer verströmte einen angenehmen Duft von Lavendel. Lucca führte mich geschickt an irgendwelchen Möbeln vorbei und setzte mich auf einen bequemen Sessel. Ich spürte, dass er sich in einen anderen Teil des Zimmers begab und hörte sogleich darauf leise und verführerisch Stan Getz' Saxophon spielen. „Lucca, was soll das?“ begehrte ich zu wissen. Er stand wieder neben mir, drückte mir einen Kuss auf die Nasenspitze und sagte: „Gedulde Dich noch einen Augenblick, mein Liebling. Gleich bin ich soweit mit meiner Überraschung für Dich.“ Einen Moment später zog er mich aus dem Sessel direkt in seine Arme. Die Augenbinde löste er zwar noch nicht, dafür aber begann er mich ausgiebig zu küssen. Dann machte er einen Schritt zurück und aus Lüsternheit schwer atmend meinte er anrüchig und mit schwerer Zunge: „Ja, dieses Rot ist es. Und Deine Lippen sind noch küssenswerter, noch geschwollener und noch rötlicher als ich es in Erinnerung hatte. So gefällst Du mir ganz besonders gut. Schon nur beim Anblick Deiner Lippen steigen in mir Gelüste auf, die mich mehr als wolllüstig, ja sogar brünstig machen.“ Er räusperte sich und fuhr weiter: „Ich hoffe nur, dass Du auch zwischen Deinen entzückenden Beinen so enthusiastisch auf mich reagieren wirst, wie Du auf meine Zunge ansprichst. Du bringst mich noch um meinen Verstand, Weib! Ich malte mir schon lange den Augenblick aus, der jetzt gekommen ist, und ich hoffe, nein, ich weiss, dass Du meine kühnsten Phantasien übertreffen wirst.“

Dann endlich löste er die Augenbinde und lüftete seine Überraschung für mich. Wir befanden uns in der feudalsten Suite des Luxushotels. Lucca hatte im ganzen Raum meine Lieblingsblumen - Tulpen und Lavendel - zu hunderten aufgestellt. Die ganze Beleuchtung bestand ebenfalls aus hunderten von Kerzen und einem gemütlichen Kaminfeuer. Vor diesem knisternden Feuer war ein grosses und kuscheliges Alpakafell ausgebreitet. Daneben standen zwei perfekt hergerichtete Whisky sours und mehrere Flaschen Whisky, deren Namen ich noch nicht kannte. Neugierig fragte ich ihn, von wo er denn diese Flaschen habe. Aufstöhnend sagte er: „Ich hätte ja wissen müssen, dass Du meine Bemühungen nicht mehr sehen wirst, wenn Dir erst einmal die Flaschen dieses wunderbaren Gebräus in die Augen stechen. Also gut, ich bin Mitglied im Single Malt Club und dort habe ich die Möglichkeit Whisky zu kaufen, der sonst nicht erhältlich ist.“ Ich war sprachlos. „Lucca, Du hast gewusst, dass ich heute Abend hier sein werde? Woher denn nur?!“ „Nun ja, ich habe Dich seit Lichtenstein nicht mehr aus den Augen gelassen. Unauffällig versteht sich. Und da mein Bruder auch in Deiner Gesellschaft für angewandte Historik ist, war es mir ein Leichtes heute Abend eine Einladung zu ergattern, um Dich zu überraschen!“ „Lucca, das ist hinreissend! Danke, Danke für diesen wundervollen Abend. Danke für diese herzerweichende Überraschung und für all Deine Mühe.“ Ich stürzte zurück in seine Arme und küsste ihn mit all meinem aufgestauten Hunger, den ich nur nach ihm verspürt hatte.

Fortsetzung folgt am Freitag, 13.11.2009 um 21 Uhr 11

von Vivienne Vernier - veröffentlicht in: Vierte Story - Community: Erotische Geschichten
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Zur Definition

arte kommt von ars, artis und bedeutet: Handwerk, Gewerbe. Handwerkszeug, treiben; Geschicklichkeit, Kunstfertigkeit. Beharrlichkeit; Mittel und Wege. Kunstgriff, Kniff; Handlungsweise, Eigenschaft, üble Gewohnheiten; Kunst, Wissenschaft. Dialektit; Dichtkunst; Beredsamkeit; Kunstlehre, Kunsttheorie. Nach den Regeln der Kunst; Gefühl für Kunst.

PORNO wird so definiert: Das aus dem Altgriechischen abgeleitete Kunstwort „Pornografie“ bedeutet wörtlich unzüchtige Darstellung; von griechisch πόρνη (pórne) = Dirne, πόρνος (pornos) = Hurer, auch Unzüchtiger, πορνεία (porneía) = Unzucht und altgriechisch γραφειν (graphein) = malen, schreiben, beschreiben.
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